AC vs. DC LED Leuchtmittel und Absicherung DMX4ALL 2

In der Zwischenzeit habe ich einige neue Infos zum Thema LEDs und dem DMX4ALL Dimmern aufgeschnappt, die man beim Aufbau solch einer Anlage nicht vergessen sollte und welche vielleicht auch noch nicht ausreichend erklärt wurden.

AC vs. DC

Also der Unterschied zwischen Wechselspannung und Gleichspannung. Bei LED-Leuchtmitteln kann man hier diese hauptsächlich anhand zweier Merkmale unterscheiden: Die Retrofit Leuchtmittel (also auf Basis der Standardsockel wie z.B. E27, GU10 oder GU5.3) sind alle für den Betrieb mit Wechselspannung ausgelegt. LED Stripes oder auch z.B. LED Panels sind dagegen üblicherweise nur für Gleichspannung verfügbar. LEDs funktionieren auch nur mit Gleichspannung, weshalb in den Retrofits entsprechend Gleichrichter verbaut sind.  D.h. je nach Leuchtmittel ist ein Schalt-Netzteil (z.B. 230V AC zu 24V DC) oder ein Trafo (z.B. 230V AC zu 12V AC) notwendig.

Bei den schon vorgestellten DMX4ALL Dimmern ist es nun nur möglich Gleichspannung zu schalten/zu dimmen, weshalb wir auch nur solche Netzteile verbaut haben. Bei Verwendung von LED Stripes, Panels oder anderer DC Leuchtmitteln ist dann nichts weiter zu beachten bzw. passen diese am Besten. Bei den Retrofits dagegen ist nicht sichergestellt, dass diese auch in dieser Konstellation mit einem DC Netzteil wirklich funktionieren. D.h. ausprobieren gehört auf jeden Fall dazu. Jetzt kann es auch sein, dass der Gleichrichter sogar mehr „Arbeit“ zu tun hat, was sich auf die Lebenszeit auswirken kann. Da aber üblicherweise mit Elkos Bauteile verbaut sind, die deutlich eher unbrauchbar werden und was auch bei der Berechnung der möglichen Lebenszeit berücksichtigt wurde, ist nicht mit einer Verringerung der Gesamtlaufzeit zu rechnen. Wenn hier jemand mehr Details zum Thema hat, gerne her damit!

Absicherung DMX4ALL Dimmer

Da die DMX4ALL Dimmer bis zu 10A pro Kanal steuern können und deshalb auf eine aufwendige Absicherung pro Kanal verzichtet wurde, ist dies nun bei Bedarf selbst vorzunehmen. Hierbei wären aus meiner Sicht zwei Lösungen möglich:

  • Per Klemmen-Feinsicherung im Schaltschrank. Hierbei sind Kosten von ca. 5 €/Kanal für z.B. eine WAGO 281–611 oder WAGO 2006-1681 Sicherungsklemme + eine entsprechende Feinsicherung einzuplanen. Die Sicherung wählt man dann anhand der Leistungsaufnahme der LEDs. (Dies ist auch die Lösung, die ich aktuell favorisiere und noch sehr wahrscheinlich nachträglich umsetzen werde)
  • Mehrere Netzteile bzw. ein Netzteil pro Kanal (bei einfarbig zu schaltenden Leuchtmitteln) einsetzen, deren Ausgangsleistung zur Aufnahme der Leuchtmittel passt, so dass bei einem Kurzschluss und einem entsprechend ausgestattetem Netzteil, dieses sich zur Sicherheit selbst abschaltet.

Disclaimer: Wie immer gilt: Fragt bei solchen Themen am besten den Elektriker eures Vertrauens, wenn ihr euch nicht sicher seid oder euch lieber absichern wollt.

2 thoughts on “AC vs. DC LED Leuchtmittel und Absicherung DMX4ALL

  1. Antworten Bernd Wurst Jan 4, 2016 17:33

    Hallo.

    Ich schaue immer wieder hier rein und hoffe auf eine Fortsetzung zu diesem Artikel aber bisher konnte ich noch keinen finden. 🙂

    Wir bauen auch grade und ich möchte fast alle Lichtquellen auf dieser Art mit zentralen Netzteilen versorgen. Was da die richtige Absicherung ist , konnte noch nichtmal mein Elektriker mir sagen. 🙂 Daher die Pragmatiker-Frage: Da du das vermutlich noch nicht mit Einzel-Sicherungen nachgerüstet hast: Hattest du jemals Probleme?

    Gruß,
    Bernd

    • Antworten Gerrit Jan 7, 2016 20:37

      Nein habe ich bisher noch nicht umgesetzt. Tatsächlich hatte ich seitdem der Elektriker einmal aus Versehen Leitungen verbunden hat keine Probleme mehr. Und an der Installation wird ja auch erstmal nichts mehr geändert, insbesondere bei der Verdrahtung der LED Streifen/Panels. Aber wenn es mal eine günstige Möglichkeit gibt, würde ich diese hier mitteilen. Aktuell würde dies wohl noch ca. 5-10€ pro Kanal kosten, und das verteuert das ganze natürlich wieder. Im Loxone User Forum (www.loxforum.com) gab es schonmal ähnliche Diskussionen zur Absicherung, hab diese aber dann nicht mehr verfolgt und kann auch grad nicht mehr den Thread nennen. Zur Not dort mal suchen oder neuen Thread eröffnen und fragen, wie es andere machen würden.
      Würde aber auf jeden Fall empfehlen nicht nur 1-2 Netzteile mit sehr hohen Strömen zu nehmen (bei mir glaub bis zu 60A bei 12V). Also lieber ein paar Euro mehr ausgeben und 3-4 Netzteile auch ohne Lüfter und die für LED/Licht zertifiziert sind.
      Aber lustig, dass dein Elektriker auch keine passende Lösung parat hatte. Mir wurde zwar etwas vorgeschlagen (B-Automat pro Netzteil), aber im nachhinein habe ich mir sagen lassen, dass diese viel zu spät auslösen und damit auch nicht die Zerstörung vom Dimmer-Kanal verhindert hätten. Hätte ja eigentlich erwartet, dass jemand vom Fach hier sofort die richtige Lösung parat hat.

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