Elektrorohinstallation

Zeitraum: KW48

Nach der Sanitärrohinstallation folgte in der darauffolgenden Woche die Elektro-Rohinstallation. Da dies aufgrund der Smart-Home Pläne zu den wichtigsten Gewerken gehört, hatte ich entsprechend für diese Woche Urlaub genommen.

Auch bei dem Elektriker-Team konnte man vor Ort noch die Feinplanung machen, z.B. Positionen von Bewegungsmeldern ändern oder die benötigte Anzahl Adern für zukünftigen Schaltungen erhöhen. Eine Sache, die wir auf jeden Fall gelernt haben: Alles was nicht vermaßt ist, muss zwar nicht gleich falsch umgesetzt werden, aber auch nicht zwingend richtig. Manche Steckdosen im Bad waren im Elektroplan nicht eindeutig vermaßt. Zudem passte die dort festgelegte Höhe nicht mit der Vorwandhöhe zusammen, da die Vorwandhöhe wiederum nicht im Elektroplan verzeichnet war. Das führte dazu, dass die Steckdosen im Werk nicht nach dem Maß im Elektroplan eingebaut werden konnten. Um den Bauherren nochmal zu fragen ist es dann zu spät. Mit der neuen Höhe konnten wir uns dann arrangieren und drei Steckdosen haben wir noch in der Waagerechten umsetzen lassen, so dass diese wieder zwischen den Waschbecken zentriert statt mitten drin positioniert sind. Hier lohnt es sich also, die verschiedenen Pläne auch nochmals zu vergleichen und nach Unstimmigkeiten oder fehlenden Maßen hin zu überprüfen, denn nicht immer sind Änderungen nachträglich möglich.

Die Unterputzhohlwanddosen inklusive Kabelkanälen werden hauptsächlich in den Außenwänden schon im Werk eingebaut. In den Außenwänden geht deshalb die Korrektur nicht immer problemlos ohne die Dämmung zu beschädigen. Wir hatten aber Glück und der Fehler konnte behoben werden.

Wie bei vielen anderen Gewerken macht es auch hier Sinn sich im Vorfeld ein paar Gedanken zu den genauen Anforderungen zu machen. Z.B. sollte man bereits die genaue Positionierung von Deckenspots, Rauchmeldern o.ä. festlegen, damit die benötigten Kabel schon passend verlegt werden können. Auf zusätzliche Kabel, die wir vielleicht mal in der Zukunft benötigen könnten, haben wir verzichtet. Manche Taster bzw. deren Adern könnten auch noch einmal umfunktioniert bzw. durch ein anderes Bauteil ausgetauscht werden. Aber die volle Flexibilität haben wir natürlich nicht. Im Notfall müsste man dann doch auf Funklösungen umsteigen.

Kabelkanäle EG

Kabelkanäle EG

Zwar werden fast alle Kabel durch flexible Leerrohre gelegt, jedoch ist ein nachträgliches Kabelziehen fast unmöglich, da der Durchmesser der Kanäle immer passend zur Anzahl der Kabel gewählt wird und hier schon eine konkrete Anforderung an größere Kabelkanäle durch uns beauftragt hätte werden müssen. Ein Versuch unsererseits scheiterte deshalb trotz Durchziehhilfe, was aber ohne größere Konsequenzen blieb, weil wir das zusätzliche Kabel nachträglich doch nicht benötigten.

Kabelkanäle und Dosen Wohnzimmer

Kabelkanäle und Dosen Wohnzimmer

Kabelliste

Da wir beim Elektrogewerk ein Sonderfall sind, haben wir nach Abschluss der Rohbauarbeiten eine nummerierte Kabelliste bekommen. Die Nummern haben wir dann den Bauteilen im Schaltschrank, die von uns geliefert werden, zugeordnet. Das Auflegen der Kabel auf Klemmen und das Installieren und Verkabeln der Bauteile im Schaltschrank wird wiederum vom Elektro Fachbetrieb von B&W übernommen.

Den aktuellen Stand unserer Kabelliste habe ich unter Google Docs verfügbar gemacht:

Keine Gewähr auf Richtigkeit aber vielleicht für den ein oder anderen eine Hilfe zum Start. Bis jetzt haben sich die Elektriker auch nicht beschwert.

Wie immer gilt: Dokumentation ist das halbe Leben und wichtig, um in ein paar Jahren noch zu wissen wo welche Rohre und Leitungen verlaufen. Es lohnt sich von allen Rohbaugewerken Fotos zu machen.

Deckenverkabelung: Spots, Rauchmelder, Präsenzmelder

Deckenverkabelung: Spots, Rauchmelder, Präsenzmelder

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