Keine Probleme beim Bauwasser, Baustrom dagegen umso mehr

Das Bereitstellen von Bauwasser und Baustrom hört sich auf den ersten Blick nach einer für den Neubau alltäglichen und lösbaren Aufgabe an. Bei unseren Nachbarn wurde dies vom Bauträger bzw. durch den Rohbau- und Kellerbauer übernommen, wir jedoch hatten diese Aufgabe wie bei vielen Fertighausanbietern selbst zu übernehmen.

Bauwasser

Beginnen wir mit dem unkomplizierten Teil: Für das Bauwasser war es nur nötig ein Standrohr mit entsprechendem Zähler bei den Statdwerken Karlsruhe auszuleihen. Da wir genauso wie unsere Nachbarn nicht viel verbrauchen werden, haben wir uns die Miete für das Standrohr geteilt. Diese ist mit ca. 35 € pro Monat ohnehin nicht besonders hoch.

Das Standrohr kann dann an einen sogenannten Unterflurhydranten angeschlossen werden, der vor unserem Grundstück in der Straße eingelassen ist. Die Montage geschieht nach Bedarf, um den Durchgangsverkehr auf der Straße nicht zu beeinträchtigen.

Baustrom

Ähnlich einfach hatten wir uns das Vorgehen beim Baustrom vorgestellt. Jedoch gestaltete sich bereits die Suche nach einem passenden Elektriker als schwierig, denn nicht viele bieten eine Vermietung eines Baustromkastens an. Nach einigen Telefonaten und Absagen hatten wir endlich einen Elektriker gefunden. Der Baustromkasten konnte bei uns auch nicht direkt an den Verteilerkasten angeschlossen werden. Dies ist nur bei einer Entfernung von maximal 30m zum Verteilerkasten möglich. Bei uns waren es ca. 50m, so dass die Stromleitungen unter dem Gehweg angezapft werden mussten. Dafür mussten wir auch eine nette Pauschale bei den Stadtwerken Karlsruhe von ca. 930 € berappen. Wir werden hier im Nachgang versuchen diese Kosten noch eventuell mit den eigentlichen Hausanschlusskosten anteilig zu verrechnen, per E-Mail wurde uns diese Möglichkeit in Aussicht gestellt.

Nachdem der Baustromkasten montiert war, gab es jedoch das nächste Ärgernis. Wir erhielten eine horrende Rechnung vom Elektriker, auf der Positionen aufgeführt waren, die vorher nicht vereinbart gewesen sind. Wir hätten insgesamt für die 3 bis 4 Monate allein für die Miete und den Anschluss des Baustromkastens etwa 800 Euro bezahlen sollen. Bei einem kurzen Telefonat mit dem Elektriker stellte sich dann sogar heraus, dass der Elektriker aufgrund persönlicher Differenzen mit den Stadtwerken Karlsruhe den Baustromkasten noch in der selben Woche wieder abholen würde. Somit mussten wir zwar nicht die hohe Rechnung bezahlen, uns jedoch kurzfristig um einen neuen Elektriker kümmern. Immerhin müssen wir bei diesem eine Pauschale von „nur“ knapp 400 Euro bezahlen.

Der erste Baustromkasten

Der erste Baustromkasten

Insgesamt werden sich somit die Kosten für den Baustrom aufgrund der notwendigen Tiefbauarbeiten durch die Stadtwerke Karlsruhe und aufgrund der Miet- und Anschlusskosten des Baustromkastens auf ca. 1.330 Euro belaufen. Dazu kommen dann noch die Kosten für den beim Bau tatsächlich angefallenen Stromverbrauch. Da bei uns die Aufheizphase für den Estrich durch die Wärmepumpe noch mit Baustrom erfolgen muss, rechnen wir hier mit Gesamtkosten von über 2.000 Euro und damit mehr als das Doppelte, was wir für diesen Posten vorab veranschlagt hatten.

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