Elektrobemusterung

Nach dem technischen Gespräch bzw. der Bemusterung bei Bittermann & Weiss und der Fliesenbemusterung hatten wir vor einiger Zeit auch unseren Termin zur Elektrobemusterung. Dieser fand im Musterhaus in Mannheim statt. Ähnlich wie bei den Fliesen hat B&W für diesen Part ein Partnerunternehmen, dass bei fast allen Bauvorhaben von B&W die Elektroarbeiten durchführt.

Aufgrund der Besonderheit mit unserem geplanten Smart-Home Projekt, hatten wir hierzu bereits vor Vertragsunterzeichnung ein paar Details mit unserem Verkäufer und dem ausführenden Elektrofachbetrieb besprochen. Wer sich schon einmal mit den verschiedenen Automatisierungssystemen und deren Fachfirmen auseinandergesetzt hat, wird sehr schnell mit der Frage konfrontiert, welche Aufgaben der Installation von wem durchgeführt werden sollen/können:

  • Aufbau Schaltschrank und Anschluss aller Komponenten (auf Hutschiene, Reihenklemmen)
  • Verkabelung teilweise weitab vom Standard (u.a. alle Taster sternförmig zum Schaltschrank, verschiedene Buskabelsysteme 1-Wire/KNX)
  • Auswahl der Systemkomponenten/Projektierung
  • Programmierung

Zum einen wollten wir soviel wie möglich von dem Partnerunternehmen von B&W umsetzen lassen, da diese schon ein eingespieltes Team sind, zum anderen sollte der ausführende Betrieb auch bereits Erfahrungen mit Hausautomatisierungssystemen gesammelt haben und offen gegenüber neuen und ihnen unbekannten Systemen sein.

Bei MyGekko- oder Loxone-Partnern war hier meistens nach Projektierung, Programmierung und Aufbau des Schaltschranks Schluss. D.h. die Verkabelung hätte eine andere Firma übernehmen müssen. Da schon früh klar war, dass wir bei Loxone die Programmierung selbst übernehmen können und der Partner von B&W auch keine Auftrennung der Gewerke zwischen Schaltschrank und Verkabelung vorsieht und zudem Erfahrungen mit KNX besitzt, konnten wir hier gleich zu Beginn vereinbaren, dass alle Arbeiten bis auf die Programmierung von der B&W Partnerfirma ausgeführt werden.

Unklar war nach Vertragsunterzeichnung nur noch die eigentliche Projektierung und Auswahl der Komponenten. Hier spielt Loxone und auch KNX den Vorteil einer offenen Community voll aus. Vor der Elektrobemusterung waren wir bei einem Bauherren mit einem Loxone-System zu Besuch, den wir im Loxone Forum kennengelernt hatten. Dieser Besuch hat dann auch die Gewissheit ergeben, dass wir auch die Projektierung mit Hilfe des Forums, Internetrecherche etc. selbst übernehmen können.

Bei der Elektrobemusterung mit dem Projektleiter der B&W Partnerfirma erfuhren wir dann zudem, dass unser Fall eine deutliche Ausnahme darstellt, da sie normalerweise entweder konventionell oder eine komplette KNX Installation anbieten. Unsere Sonderlösung mit einem für die Firma unbekannten System soll es so in der Zukunft nicht mehr geben, aber wir hatten ja bereits die Zusage und waren auf der sicheren Seite. D.h. jeder der mit B&W plant und wie wir nicht einzig und allein auf KNX setzt, sollte dieses Thema im Vorfeld mit der Partnerfirma besprechen.

Von anderen Bauherren hatten wir auch erfahren, dass bei anderen Firmen dann auch durchaus bei so gravierenden Änderungen vom Standard eine Herausnahme des Gewerks empfohlen wird, wenn nicht sogar als einzige Lösung dargestellt wird. Da die Elektroinstallation mit vielen anderen Gewerken ineinerandergreift, waren wir also froh, dass wir alles in die Hände von B&W geben konnten.

Um gut vorbereitet in die Bemusterung zu gehen, hatten wir bereits Pläne über alle Taster, Lampenauslässe, Lichtkreise, einzel zu schaltenden Steckdosen und Bewegungsmelder erstellt. Dies half uns im Gespräch auch wichtige Besonderheiten wie der Verkabelung von 1-Wire-Temperaturfühlern, Anschluss der Video Türstation oder den Aufbau des Schaltschranks zu besprechen. Des weiteren hatten wir auch bereits eine Übersicht über alle zu verbauenden Loxone/KNX Hutschienenkomponenten und einem ungefähren Anschlussplan erstellt. Dieser diente dann als Basis für die Aufteilung des Schaltschrank.

Elektroplanung EG

Eigene Elektroplanung EG

In den gut drei Stunden konnten alle Fragen zu unser Zufriedenheit geklärt werden und es gab auch kein Loxone-Thema, welches dem Mitarbeiter Kopfzerbrechen bereitet hat. An verschiedenen Stellen konnten wir hierbei zusammen auch noch die Positionierung von Steckdosen, Schaltern und Lampen optimieren.

Im Nachgang ist es jetzt nur noch unsere Aufgabe die Verteilung/Positionierung der Deckenspots zu finalisieren, da wir uns auch kurzerhand dazu entschlossen hatten den Einbau vom Elektrobetrieb übernehmen zu lassen. Auch werden wir nochmals beim Anschluss/Verkabelungsplan im Schaltschrank mit entsprechenden Auflistungen behilflich sein, damit bei der Verkabelung und dem Anschließen von insgesamt 60 Eingängen, 70 Ausgängen, 17 KNX Sensoren/Tastern, 12 Temperaturfühlern und 20 Lichtkreisen auch nichts schief geht.

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