Küchenkauf – Schwieriger als gedacht 1

Da wir beide unter der Woche eher selten kochen, haben wir uns über den Küchenkauf im Vorfeld wenige Gedanken gemacht. Größer wird die neue Küche im Haus sowieso sein als die Küche in unserer Mietwohnung, womit wir das Stauraumproblem schon einmal behoben hätten. Was uns aus unserer Sicht wichtiger erschien, war die Einplanung der Küchenkosten in das Hausbau-Budget. Hier mussten wir jetzt allerdings im Nachhinein feststellen, dass wir aufgrund unseres Mangels an Küchenkauf-Erfahrung zu wenig eingeplant hatten und nun ein paar Tausend Euro darüber liegen. Wer also auf eine genaue Kalkulation im Vorfeld Wert legt, sollte sich vielleicht schon einmal vorab über die Preise für seine Wunschküche informieren. Für Laien sind die Gesamtkosten mitunter schwer einzuschätzen.

Küche Screenshot Alno Küchenplaner

Küche Screenshot Alno Küchenplaner

Tipp: Schaut im Küchenforum vorbei

Nachdem der fertige Hausgrundriss feststand, haben wir uns im Küchenforum angemeldet und ein bisschen eingelesen. Das Forum können wir jedem, der eine neue Küche kaufen möchte, wärmstens empfehlen. Man bekommt viele tolle Tipps und sogar eine individuelle Küchenplanung. Wir haben also unseren Küchengrundriss eingestellt, eine Liste mit vielen Punkten ausgefüllt und bekamen einige tolle Vorschläge. Den Vorschlag, der uns am besten gefallen hat, haben wir dann mit zu den Küchenstudios als Grundlage für die Angebotserstellung genommen. Auch unsere Stauraumplanung werden wir im Küchenforum optimieren lassen.

Den richtigen Anbieter finden

Wir haben uns auf Empfehlung von Verwandten für eine Häcker-Küche entschieden und alle Küchenstudios im Umkreis, die Häckerküchen anbieten, kontaktiert. Insgesamt haben wir uns von fünf Küchenstudios Angebote eingeholt und dabei die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Es kam uns fast schon so vor, als gäbe es so viele unterschiedliche Meinungen wie Verkäufer. Der eine schwört auf Corian Arbeitsplatten, der andere hält dies für den größten Schwachsinn. Der eine empfiehlt AEG Geräte, der nächste rät davon ab usw. Es kam uns fast schon so vor wie bei der Auswahl des Fertighausanbieters. Mit jedem Besuch in einem anderen Küchenstudio lernten wir etwas dazu und begannen die Aussagen der anderen zu hinterfragen. Das wichtigste: Man muss wirklich viel Zeit einplanen! Wir hatten mit allen fünf Anbietern ein etwa 2-3 stündiges Erstgespräch und mit einigen noch einmal ein 1-3 stündiges Zweitgespräch.

Küchenstudio

Küchenstudio

Was wir schnell feststellen mussten: Ein Preisvergleich zwischen den verschiedenen Küchenstudios ist gar nicht so einfach! Schließlich bietet jedes andere Marken bei den Elektrogeräten an. Im ersten Studio, das wir aufgesucht hatten, wurden nur Mielegeräte verkauft und der Angebotspreis lag gleich einmal bei knapp 23.500 Euro und damit deutlich über unserem eingeplanten Budget. Hier wurde uns auch eine Corian Arbeitsplatte empfohlen und wir waren zuerst sehr angetan von der Idee einer weißen Arbeitsplatte und einer integrierten Spüle aus dem gleichen Material. Hätte sicherlich sehr modern und schick ausgesehen 😉 Positiv fanden wir, dass wir ein detailliertes Angebot mit Auflistung der einzelnen Kostenpunkte per Mail erhielten. Ganz anders sah es nämlich im nächsten Küchenstudio aus! Dort erhielten wir beim Zweitgespräch kein Angebot vorgelegt, sondern nur einen Preis genannt, den der Küchenverkäufer auf einem Schmierzettel vor sich liegen hatte. Das fanden wir sehr dubios, denn er konnte uns zum Teil auch nicht einmal die genauen Gerätetypen sagen und wir wollen schließlich schon ganz genau wissen, was wir da kaufen sollen. Der Preis war zwar mit etwa 11.000 Euro auf den ersten Blick sehr günstig und unter unserem eingeplanten Budget, allerdings fehlten noch einige wichtige / kostspielige Details wie die Granit-Arbeitsplatte, Griffleisten, die richtige Größe der Insel usw.

Die Entscheidung

So ging es also weiter und beim letzten Küchenstudio, das wir aufgesucht hatten, sind wir schließlich fündig geworden. Preislich liegen wir zwar trotzdem über unserem zuerst eingeplanten Budget, aber dafür haben wir eine Granitarbeitsplatte und das gewünschten Miele Dampfgarer-Kombi-Gerät mit Festwasseranschluss, wofür wir dann gerne noch etwas drauf legen.

Die Eckdaten unserer Küche

  • Häcker Systemat mit Alu Griffleiste
  • Größe: 3m Küchenzeile & 2,5 x 1,15m Insel
  • Farbe: Magnolie Lack Hochglanz
  • Arbeitsplatte: Granit Nero Assoluto
  • Spüle: Blanco Andano 500 IF
  • Geräte:
    • Backofen/Dampfgarer: Miele DGC 6805 (Festwasseranschluss, Größe ausreichend als Backofen Ersatz)
    • Geschirrspüler: AEG Favorit 88060 Vi1P (XL Innenraum, vollintegriert mit LED Anzeige, leise) – Nachfolger 88705VI1P
    • Kühl-/Gefrierschrank: Siemens KI39FP60 (A++, 0-Grad-Zone, No-Frost)
    • Kochfeld Induktion: AEG HK854400IB (vollintegriert, flächenbündig, flexible Kochfelder, 80cm breit)
    • Dunstabzugshaube: Oranier Lito 90 S (Kopffrei, ausreichend Leistung, 90cm breit)

One comment on “Küchenkauf – Schwieriger als gedacht

  1. Antworten Yvonne Mai 24, 2013 11:48

    Hallo,

    wir bauen auch gerade ein Haus 🙂 Und das mit der Küche ist echt schwer einzuschätzen und sich zu entscheiden 🙂

    Aber haben es auch endlich geschafft. So eine Küche wie eure wollten wir gerne, leider geht es nicht. Wir haben zu wenig Platz

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