Die Qual der Wahl – Im Dschungel der Fertighausanbieter

Auch wenn unsere Entscheidung für Bittermann & Weiss schon einige Monate zurückliegt, so darf ein Beitrag in unserem Baublog zu den Hintergründen der Entscheidung natürlich nicht  fehlen.  Es stand schon lange fest, dass wir ein Fertighaus bauen wollen und wir haben für die Erstauswahl der möglichen Anbieter einige Musterhauscenter besucht. Für die Entscheidung haben wir uns sehr viel Zeit genommen und viele Gespräche mit den verschiedensten Fertighausanbietern geführt.

B&W Musterhaus Mannheim

Musterhaus Bittermann & Weiss in Mannheim

Nach folgenden Kriterien haben wir eine grobe Vorauswahl der Fertighaushersteller vorgenommen:

  • Kann auch indivduelle und subjektiv „schöne“ Häuser bauen (Musterhäuser, Kundenhäuser auf der Herstellerseite)
  • Setzt sich mit dem Thema Plusenergie auseinander oder bietet auch Passivhäuser an
  • Hat Erfahrung vorzuweisen (nicht nur 5 Häuser im Jahr)
  • Ist in den gängigen Häuserlisten vertreten (Das große Hausbuch, …)
  • Ist nicht früher schon einmal unangenehm in der Presse aufgefallen (Insolvenz, etc.)

Fertighauscenter, die wir besucht haben:

  • Köln-Frechen (dort stehen sehr viele Energie-Plus-Häuser)
  • Mannheim
  • Offenburg

Folgende neun Anbieter haben wir zu Beginn kontaktiert

  • Luxhaus
  • Hansehaus
  • Bien Zenker
  • Weiss Haus
  • Bittermann & Weiss
  • Fingerhaus
  • Okal
  • Schwörer Haus
  • Weberhaus
Schwörer Musterhaus Köln-Frechen

Schwörer Musterhaus Köln-Frechen

Was uns überrascht hat: Einige Anbieter fielen leider schon durch offensichtliche Unzulänglichkeiten aus dem Raster

  • Angebote, die bei weitem nicht das enthielten was besprochen war
  • kurzfristig abgesagte/verschobene Termine
  • nach kurzer Zeit Kontakt abgebrochen bzw. kein Feedback auf Nachfragen (Hier haben wir den Tipp bekommen, dass Verkäufer besondere Kräfte besitzen,womit Sie erkennen können, dass ein kritischer Kunde, der viel hinterfragt, mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Vertrag bei ihm unterschreiben wird.)

Kriterien für die nähere Auswahl

  • Möglichst Verwendung von Holzweichfaserplatten statt Styropor (Dies bieten übrigens folgende Anbieter aus unserer Auswahl an: Luxhaus, Bittermann & Weiss, Weberhaus, Bien Zenker (der letzte jedoch nur mit Aufpreis)
  • Transparentes Angebot
  • KfW55 im Standard bzw. ohne größere Anstrengungen und bietet Unterstützung bei dem Ziel „Plus-Energie-Haus“
  • Preis/Leistung stimmt
  • Stimmen im Internet
  • Kontakt zu ehemaligen Kunden möglich
  • Verkäufer
  • Selbstdarstellung der Firma in der Öffentlichkeit (Jeder muss für sich beurteilen, ob er mit seinem Hausbau einen Freizeitpark mitfinanzieren möchte)

Bei Bittermann & Weiss haben uns mehrere Punkte überzeugt:

  • Ohne große Nachfrage wurde uns gleich eine lange Liste von Kunden präsentiert, die wir kontaktieren konnten, um uns ein Bild von Bittermann & Weiss machen zu können. Dies war in dieser Form tatsächlich ein Einzelfall, da ansonsten niemand eine so große Auswahl präsentieren konnte. Da man zustimmen muss, dass man in dieser Liste aufgenommen wird, gehen wir davon aus, dass dort nahezu alle Kunden der letzten Jahre verzeichnet waren. Bei anderen Anbietern wurden hier zunächst die Kunden vom Anbieter vorausgewählt und auch vorinformiert. Anhand dieser Liste hatte sich dann später im Gespräch mit drei Kunden das positive Bild voll und ganz bestätigt
  • Sehr transparentes Angebot mit Auflistung aller einzelnen Gewerke inklusive der jeweiligen Kosten
  • Wandaufbau (Holzweichfaserplatte, diffusionsoffen, Verarbeitung insbesondere bzgl. Dichtheit beim Einbau der Fenster)
  • Gute und vertrauensvolle Beratung
  • individuelle Planung ist ein Grundbaustein

Tipp

Teilweise haben wir auch per E-Mail um ein Angebot gebeten. Dies war zu einem späteren Zeitpunkt möglich, als wir schon eine ungefähre Vorstellung hatten, welche Zusatzausstattung zwingend im Angebot enthalten sein sollte. So konnten wir gleich eine längere Liste übermitteln, die dann auch im Angebot berücksichtigt wurde. Dazu hatten wir dann noch im Anhang die Umrisse, Bebauungspläne etc. mitgeschickt.
Der Normalfall ist allerdings sich mit einem Verkäufer zu einem Erstgespräch zu treffen, bei dem der Verkäufer selbst die Wünsche protokolliert. Jedoch leider häufig mit geringem Nutzen, da häufiger unsere individuellen Wünsche fehlten. D.h. mit einer E-Mail spart man sich unter Umständen auch einiges an kostbarer Zeit und Nerven.

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