Bauantrag im Kenntnisgabeverfahren

Heute war es endlich soweit: Wir konnten unseren Bauantrag im Kenntnisgabeverfahren einreichen. Die Unterlagen waren schon letzte Woche komplett, nur das Bauamt hatte wegen Ostern vor und nach den Feiertagen nur eingeschränkte Öffnungszeiten.

Im Vorfeld dazu waren einige Formulare und Anträge von der Architektin zu erstellen und von uns dann noch gegenzulesen und zu unterschreiben, so u.a. wo und wie die Entwässerung stattfindet oder wo die Mülltonnen stehen werden. In der Summe waren hier stolze 66 Unterschriften zu leisten. Wir hoffen, dass wir keine vergessen haben.

Auf dem Weg zu den fertigen Dokumenten mussten wir aufgrund geänderter Lebensumstände noch eine extra Runde drehen. Hier konnten wir gemeinsam mit der Architektin und tatkräftiger Unterstützung einer Kollegin von ihr die notwendigen Entscheidungen und Änderungen am bisherigen Plan vornehmen. Denn wenn man plant 30 Jahre und mehr in einem Haus zu wohnen, sollte auch hier die Planung von Anfang an gewissenhaft vorgenommen werden. Hier hat sich Bittermann & Weiss ebenfalls bisher als sehr flexibel dargestellt. Wobei man dies natürlich immer möglichst vermeiden sollte, denn auch wir werden das Nachtragsangebot (aka Mehrkosten) nicht vermeiden können.

Eingangsbestätigung Kenntnisgabeverfahren

Auch wenn der Behördengang durch uns erledigt wird, hielt sich der Aufwand auf unserer Seite in Grenzen, da die notwendigen Unterlagen von der Architektin, dem Vermesser und Bittermann & Weiss in 4 facher Ausführung (3 bekommt das Amt) vollständig angefertigt wurden.

Also aus unserer Sicht braucht niemand Bedenken haben, die Behördengänge selbst vorzunehmen. Zwar hatten wir auch bei anderen Fertighaus-Anbietern von Sorglos-Paketen gegen Aufpreis gehört, aber hier konnte man sich wie auch schon bei Vergabe des Vermessungsauftrags auf die Hausbaufirma verlassen.

Der Vorteil des Kenntnisgabeverfahrens liegt neben der schnelleren Bearbeitung u.a. darin, dass vom Bauamt deutlich geringe Kosten im Vergleich zum normalen Bauantrag zu erwarten sind, da sich diese im Gegensatz dazu nicht an den Baukosten orientieren, sondern am Aufwand des Bearbeiters. Zudem besitzt der abschließende Bescheid („Bestätigung der Vollständigkeit“) zumindest in Karlsruhe lebenslange Gültigkeit.

Eine Übersicht des aktuellen Gebührenkatalogs von Karlsruhe findet ihr hier (ab Seite 18).

Wir werden aber auch über die tatsächlichen Kosten berichten, sobald der Bescheid uns zugestellt wurde. Im Normalfall soll dieser nach ca. 2 Wochen Bearbeitung vorliegen, jedoch könnte es wegen Krankheit und Urlaub in unserem Fall etwas länger dauern.

Zu den Grundgebühren können noch zusätzlich Gebühren für notwendige Befreiungen hinzukommen. In unserem Fall sind dies zwei Grenzüberschreitungen der Bebauungslinien (Haustür-Vordach/Windfang, Terrasse). Wir hoffen aber, dass das Amt milde gestimmt ist und in beiden Fällen zustimmt. Bezüglich des Vordachs hatte ich auch schonmal angefragt, da wir zunächst eine Verbindung zum Carport herstellen wollten. Der damalige Bearbeiter würde den Antrag nicht von vornherein ablehnen, jedoch teilte er auch mit, dass solche massiven Bauten über der Baugrenze in seiner Amtszeit bisher nicht genehmigt wurden 😉 Deshalb haben wir hier auch die kleinere Variante gewählt, so dass nur ein Vordach mit Windfang entstehen soll.

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