Gespräch mit der Architektin

Heute fand unser Architektengespräch statt. Hierbei kam es allerdings unerwartet zu ein paar Überraschungen. Dies war hauptsächlich dadurch geschuldet, dass der HWR/Technikraum von den Abmessungen her plötzlich nicht mehr ausreichend für die dort einzubauende Technik war (Anm.: wir haben keinen Keller). Dies hat uns doch sehr überrascht, wir hatten diesen Punkt nämlich extra im Vorfeld angesprochen, da wir bereits aus Gesprächen mit anderen Hausanbietern (mit anderen Heizsystemen) erfahren hatten, dass die Größe bzw. Lage des HWR problematisch sein könnte. Im Vorgespräch wurde uns gesagt, dass das jedoch kein Problem sei. Ergebnis ist jetzt, dass wir sehr wahrscheinlich keine Außentür vom Carport in den HWR einbauen können. Außerdem ist aktuell noch im Gespräch, dass der Stromkasten ebenfalls nicht in den HWR passen könnte und für uns völlig inakzeptabel im Flur/Diele untergebracht werden soll. Ein wenig Optimierungspotential haben wir noch gefunden, aber in einen sauren Apfel müssen wir wohl beißen.

Grundriss
Wir würden also jedem empfehlen wegen der Größe und Lage des HWR/Technikraums und der geplanten Heizungsanlage lieber zweimal nachzufragen, wenn man solche Überraschungen vermeiden möchte.

Außerdem musste die Treppe ins 1. OG um eine Stufe verlängert werden, da hier aufgrund der im EG zusätzlich erhöhten Decken, die entsprechende Anpassung der Treppe vergessen wurde. Die notwendigen Änderungen im Grundriss sind in diesem Fall aber zu verschmerzen.

Desweiteren hatten wir versucht bei Themen wie Fensteranordnung/-Größe, Durchgangsbreiten und Fassadengestaltung noch einige Tipps von der Architektin zu erhalten. Hier konnten jedoch nicht so viele Impulse gegeben werden wie vielleicht im Vorfeld erwartet, so dass wir uns am Schluss etwas unsicher waren, ob wir alles richtig entschieden haben. Bezüglich der Fassadengestaltung werde ich jetzt nochmal selbst bei Bittermann & Weiss für zwei eigene Ideen Kostenvoranschläge einholen. Mal schauen ob etwas für unser Budget dabei ist.

Wer sich also nicht zutraut sein Traumhaus selbst zu planen, sollte ruhig überlegen im Vorfeld einen Architekten zu beauftragen, der die ersten Entwürfe mit unterstützt. Diese Leistungen sind bei den Fertighausanbietern in der Regel nämlich nicht enthalten. Eine komplett freie Planung mit einem Bauträger, bei der normalerweise zu Beginn nur Kostenschätzungen des Architekten existieren und auf die die Finanzierung aufbaut, birgt natürlich auch Risiken, so dass wir mit unserer Entscheidung für einen Fertighausanbieter sehr glücklich sind. Bei einem Bekannten sind nämlich die Kosten beim Hausbau mit einem Bauträger basierend auf einer Kostenschätzung des Architekten explodiert und liegen bereits 50% über der Erstschätzung. Dies liegt u.a. auch daran, dass häufiger die Bau-Nebenkosten unterschlagen werden. Hier wurden wir jedoch bereits in den ersten Gesprächen mit B&W und anderen Fertighausanbietern sensibilisert, dass diese bei der Planung nicht vergessen werden dürfen.

Wie wir bisher in den verschiedenen Blogs und Beratungsgesprächen für den Fertighaussektor erfahren haben, ist hier die Architektenleistung entweder nicht Bestandteil des Vertrages oder aber hauptsächlich für den Bauantrag gedacht. Diesem Umstand sollte man sich also bewusst sein und die Architektenleistung für den Bauantrag nicht mit der komplett freien Planung verwechseln. Bei der freien Planung machen die Architekten-Leistungen natürlich einen deutlich größeren Anteil der Gesamtkosten aus. In unserem Fall muss man aber auch sagen, dass wir durch den Bebauungsplan bereits sehr viele Vorgaben haben, so dass es teilweise sehr schwer ist, dem ganzen eine individuelle Note zu verpassen.

Trotz dieser kleinen Rückschläge konnten wir heute auch weitere Punkte festziehen, die für die Baubekanntmachung wichtig sind. Zumindest was die Bauordnung angeht, passte schon fast alles. Nur das Dach vom Carport muss noch zusätzlich begrünt werden.

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